Autor: WerkbundDEL

Marktschule

Marktschule


Bildung und Sport Marktschule, Marktstr. 6
Baujahr 1925
Architekt Fritz Drieling
»Die ehem. Marktschule wurde 1925 von dem städtischen Architekten F. Drieling entworfen. Später wurde das Gebäude als Stadthaus II von Dienststellen der Stadtverwaltung genutzt, heute ist der Bau im Besitz der Polizei. Der 3-geschossige Klinkerbau trägt ein traufständiges Satteldach mit Ziegeldeckung und zeigt eine sparsame Gestaltung der Fassade mit Zierelementen aus Klinkermauerwerk sowie rundbogig abschließende Fenster im Erdgeschoss. Eingang und Treppenhaus sind aufwendiger gestaltet, die Treppenhausfenster als Baywindows ausgeführt. Der rundbogige Eingang ist zurückgesetzt, der obere Treppenhausabschluss erfolgt durch ein allseitig sanft geschweiftes Walmdach.«
Oldenburgische Landschaft (Hg.): Baudenkmäler im Oldenburger Land. Wilhelmshaven 2017. S. 132

Wohn- und Geschäftshaus Oldenburger Str. 153



Wohn- und Geschäftshaus Oldenburger Straße 153
Baujahr 1922
Architekt Bernhard Himmelskamp
»Den Neubau dieses 1922 errichteten Wohn- und Geschäftshauses entwarf B. Himmelskamp. Dieses vor dem Ersten Weltkrieg entstandene Gebäude greift in seinem repräsentativen säulengeschmückten Eingang auf Vorbilder des Klassizismus zurück, bedient sich dabei aber des heimischen Ziegelmaterials. Die zentrale Rundbogentür mit dem erhöhten Vorplatz, das Relief mit den Girlanden tragenden Putten darüber und die sparsamen Ornamente der oberen Fensterbrüstung verleihen dem Gebäude Würde und Anmut. Als besonders maßvolles und repräsentatives Beispiel der Vorstadtvilla der Jahrhundertwende bildet der Bau für die Industriestadt Delmenhorst eine architekturgeschichtliche Ergänzung zu den Arbeiterhäusern an der Pappel- oder Nordwollestraße – gleichsam die andere Seite der sozialen Szene.«
Oldenburgische Landschaft (Hg.): Baudenkmäler im Oldenburger Land. Wilhelmshaven 2017. S. 158

Schulstraße 44 Haus Wulf

Haus Wulf


Wohn- und Geschäftshaus Schulstraße 44
Baujahr um 1927
Architekt Bernhard Himmelskamp
»An der Straßenecke gegenüber dem Busbahnhof steht das Geschäftshaus Wulf, das der Delmenhorster Architekt Berhard Himmelskamp Ende der 20er Jahre errichtet hat – ein wuchtiger Bau mit den für die 20er Jahre typischen Eckfenstern.«
Nils Aschenbeck: Architektur, Skulpturen und Parkanlagen in Delmenhorst. Delmenhorst 1993. S. 15

Rudolf-Königer-Straße 1

Mehrfamilienhaus


Mehrfamilienhaus Rudolf-Königer-Straße 1
Baujahr 1930
Architekt Walter Brasch
»Am Hans-Böckler-Platz, Ecke Rudolf-Königer-Straße, baute Walther Brasch das ›erste Großmietshaus‹ der Stadt. Im [Delmenhorster] Kreisblatt hieß es damals: ›Schon beim Betreten des Treppenhauses bemerkt man die zweckmäßige und solide Aus­führung. Die großen, durch alle Geschosse durchgehenden Fen­ster spenden bei Tage reichlich Beleuchtung. Für die Nacht­stunden wird das Treppenhaus durch eine automatische Druck­knopfanlage elektrisch erleuch­tet.‹ Die Ausstattung der Woh­nungen war für damalige Ver­hältnisse erstaunlich umfang­reich. ›Für sämtliche Wohnun­gen ist auf dem Hofgelände ein zentrales Waschküchengebäude errichtet, das mit seiner Wasch­maschine, Zentrifuge und dem Kulissentrockenapparat eine sehr beschleunigte Fertigstel­lung der Wäsche ermöglicht.‹ Der Kreisblatt-Berichterstatter, der im Dezember 1930 das Haus besuchte, gerät geradezu ins Schwärmen. ›Bei der Besichti­gung der Häuser gewinnt man den Eindruck, daß bei dem Bau­entwurf neben Zweckmäßigkeit und Schönheit besonders die hauswirtschaftliche Seite beach­tet worden ist, so daß die Woh­nungen billig und leicht bewirt­schaftet werden können. Durch die Zentralheizungsanlage, das maschinelle Waschen, die Warmwasserversorgung und zweckmäßige Anordnung der Räume in Gruppen zueinander soll der Hausfrau die Arbeit so­weit wie möglich erleichtert wer­den.‹«
Nils Aschenbeck: Architektur, Skulpturen und Parkanlagen in Delmenhorst. Delmenhorst 1993. S. 30-31

Wohnhaus Mühlenstr. 20–20A

Wohnhaus


Wohnhaus Mühlenstraße 20–20A
Baujahr 1907
Architekt Hugo Wagner
»An der Mühlenstraße steht eine lange Reihe Angestelltenhäuser, die für die Anker errichtet worden sind. Die beiden Eckbauten, die durch ihren dunklen Rauhputz und durch die hohen Giebel aus der Reihe herausfallen, wurden 1907 von Hugo Wagner errichtet.«
Nils Aschenbeck: Architektur, Skulpturen und Parkanlagen in Delmenhorst. Delmenhorst 1993. S. 46f.

Siedlung Ginsterweg 32-36

Siedlungen


Siedlungen Ginsterweg 32-36
Baujahr 1929-30
Architekt Walter Brasch
»Vom neuen Delmenhorster Stadtbaurat W. Brasch wurden bereits 1929/1930 diese 2-geschossigen Putzbauten in modernen sachlichen Formen entworfen. Es ist eine Wohnsiedlung mit Flachdach, Fensterbändern und verputzten Fassaden. Die gesamte Siedlung wurde für kinderreiche Familien entworfen. Es entstanden 4-Familienhäuser mit kleinem Vorgarten und der Möglichkeit, in den rückwärtigen Gärten in bescheidenem Umfang Obst- und Gemüseanbau für den eigenen Bedarf zu betreiben. Es handelt sich hier um ganz typische Bauten der Neuen Sachlichkeit: rational, klar und unromantisch – vollkommen emanzipiert von der emotionalen ausdruckstarken Bauweise von Höger und Kollegen. Mit Stadtbaurat Brasch begann 1929 eine neue Ära in der Stadt.«
Oldenburgische Landschaft (Hg.): Baudenkmäler im Oldenburger Land. Wilhelmshaven 2017. S. 186

Sakralbauten Neuapostolische Kirche

Neuapostolische Kirche


Sakralbauten Neuapostolische Kirche, Nelkenstr. 11
Baujahr 1931, April 2021 abgerissen
Architekt Bernhard Himmelskamp
»Im Oktober 1907 […] wurde (Bernhard Himmelskamp) […] mit seiner Frau in Delmenhorst ansässig, wo er ein Haus in der Kantstraße 3 bezog. In diesem führte er die Geschäfte der Firma für Architektur und Kunstgewerbe der Architekten Kaiser und Jatho, mit denen er befreundet war. Gemeinsam entwarfen die drei Männer eine Reihe von Bauten, insbesondere Wohnhäuser im Bereich der Bismarck- und Oldenburger Straße. 1912 schufen sie die Christuskirche an der Bremer Straße. Schon kurz darauf trennten sich ihre Wege. Kaiser und Jatho eröffneten ein neues großes Büro an der Bremer Sögestraße, Himmelskamp blieb in Delmenhorst und arbeitete in eigener Regie weiter. […] Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg brachte einen weiteren Aufschwung für sein berufliches Schaffen. […] 1927/28 baute Himmelskamp für die jüdische Gemeinde an der Cramerstraße die neue Synagoge und ein Schulhaus. […] [1931] hatte Himmelskamp sein nächstes großes Bauvorhaben an der Nelkenstraße 5 abgeschlossen, wo er für die Neuapostolische Gemeinde einen Neubau erstellt hatte, der insbesondere durch die Gliederung des Baukörpers durch schmale Fensterbände ins Auge fiel. Der Architekt Himmelskamp hatte den Zenit seine Laufbahn erreicht.«
Werner Garbas, Frank Hethey (Hg.): Delmenhorster Lebensbilder. Menschen und ihre Beziehungen zu Delmenhorst. Delmenhorst 2004.

Sakralbauten Kapelle Wildeshauser Str. 110

Friedhofskapelle


Sakralbauten Friedhofskapelle, Wildeshauser Str. 110
Baujahr 1928
Architekt Fritz Höger
Evangelischer Friedhof
»Blockhafter Klinkerbau mit schmalen hohen Fenstern (Lichtschlitze) unter einem extrem flachen Dach. Überhöhter Chorturm im Nordwesten. Ehem. Spitzbogenportal mit neuem Eingangsvorbau«
Denkmalliste Stadt Delmenhorst