Kategorie: Öffentliche Bauten

Öffentliche Bauten Finanzamt

Finanzamt


Öffentliche Bauten Finanzamt, Bismarckplatz 3
Baujahr 1925
Architekt Heinz Stoffregen
»Das heutige Katasteramt gegenüber dem Rathaus wurde 1925 als Finanzamt von  Heinz Stoffregen entworfen. Sein Entwurf wurde nach einem Wettbewerb denen der Kollegen Carl Eeg und Fritz Drieling vorgezogen. Das 3-geschossige Klinker-Gebäude mit ziegelgedecktem Satteldach wirkt ruhig und ist annähernd symmetrisch aufgebaut. Über dem mittig plazierten, aus der Fassade zurückversetzten rundbogigen Eingang ragte ursprünglich ein mit Klinker-Ziermauerwerk geschmückter hoher Blendgiebel auf, der jedoch in den 1950er Jahren abgenommen wurde. Beachtenswert ist auch die Bildhauerarbeit über dem Haupteingang: eine Sandsteinplatte mit dem Reichsadler und der Jahreszahl 1926. Der links neben dem Gebäude errichtete Anbau des Zollamtes mindert die Wirkung des ehemaligen Finanzamtes nicht. «
Oldenburgische Landschaft (Hg.): Baudenkmäler im Oldenburger Land. Wilhelmshaven 2017. S. 98

Öffentliche Bauten Polizeihaus

Polizeihaus


Öffentliche Bauten Polizeihaus, Am Stadtwall 1
Baujahr 1925-27
Architekt Josef Wohlschläger
»Als Polizeihaus vom Oldenburgischen Regierungsbaumeister Josef Wohlschläger entworfen, wurde das Gebäude 1927 bezogen. Seit 1967 ist es als Stadthaus I bekannt und beherbergt Dienststellen der Stadtverwaltung. 3-geschossiger Klinkerbau mit allseitigem Ziegel-Walmdach und Fenstern und Türen aus Holz. Die spitzbogig abgeschlossenen Erdgeschoßfenster liegen in Fensternischen, deren trennende Pfeiler gegliedert sind. Die Brüstungsfelder sind durch Mauerwerk im Zickzackmuster gestaltet. Die Mittelachse der Straßenseite ist als Eingang ausgebildet, zu dem sieben Klinkerstufen emporführen. Die beiden darüber liegenden Fenster sind beiderseits mi figürlichen Darstellungen aus Klinkerton umrahmt. Die Plastiken zeigen die verschiedenen Aufgaben der Polizei. Zu sehen sind ein Hundeführer, ein Verkehrspolizist, ein Nachtwächter und ein reitender Polizist. Das Hauptgesims wird durch einen Zickzackfries aus Klinkern betont. An der Nordostseite wird das hier an einem Nebeneingang liegende und mit einem kleinen Spitzdach abgeschlossene Treppenhaus durch die Sprossenteilung der Treppenhausfenster und die Gestaltung der Haustür betont. 1995 wurde an der Nordwestfassade ein großer, modern gestalteter Erweiterungsbau angebaut.«
Oldenburgische Landschaft (Hg.): Baudenkmäler im Oldenburger Land. Wilhelmshaven 2017. S. 100-101

Öffentliche Bauten Markthalle

Markthalle


Öffentliche Bauten Rathausanlage, Markthalle, Rathausplatz 1
Baujahr 1919-20
Architekt Heinz Stoffregen
»Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Arbeiten an der Rathausanlage erst 1919 wieder aufgenommen. Als Rundbau für eine Markthalle stellt der Stoffregen-Entwurf eine Besonderheit in der Gestaltung dar. Der Bau wurde durch einen Arkadengang mit dem Rathaus verbunden und 1920 fertig gestellt. 1955 wurde dieser Teil aber wieder abgebrochen. Seit Jahren setzt sich ein Verein für die Rekonstruktion dieser Arkaden ein. Der Rat der Stadt hat den originalgetreuen Wiederaufbau beschlossen, jedoch nur mit privaten Geldern und Spenden. Die Markthalle wurde als massive Klinker-Rotunde mit hoher filigran verglaster Laterne konzipiert. Der Lichteinfall über diese Laterne stellt ein besonderes Erlebnis dar. Die Markthalle wird heute nach einer aufwändigen Rekonstruktion als kleines Veranstaltungszentrum gut genutzt. Der Bau ist, wie die gesamte Rathausanlage, ein bedeutsames Zeichen seiner Entstehungszeit. Der Bauentwurf besticht durch seine eigenwillige und ausdrucksstarke Form und ist in Norddeutschland einzigartig.«
Oldenburgische Landschaft (Hg.): Baudenkmäler im Oldenburger Land. Wilhelmshaven 2017. S. 105-106

Arbeitsamt Schulstr. 5

Arbeitsamt


Öffentliche Bauten Arbeitsamt, Schulstr. 5
Baujahr 1927-28
Architekt Fritz Drieling
»Im Februar 1927 stimmte der Stadtrat dem Neubau eines Arbeitsamtes zu, nachdem das Deutsche Reich und der Staat Oldenburg gut die Hälfte der Baukosten als Darlehen zugesagt hatten. Der Entwurf stammt von dem im Stadtbauamt beschäftigten Architekten F. Drieling. Seinen traditionellen, aber auch durch den Expressionismus geprägten Bauten wurde handwerkliche Ausgefeiltheit und äußerste Solidität bescheinigt. Drieling verwendete bei dem Bau ähnliche Stilelemente wie der bekannteste Klinkerarchitekt F. Höger: Gesimse in Dreieckslinien, horizontale Fensterbänder, Sprossenfenster mit waagerecht liegend angeordneten gewölbten Fenstergläsern sowie die immer vorhandene ausgeprägte und bewusst eingesetzte Materialästhetik der norddeutschen Klinkersteine. Weiterhin fällt der massive Klinkergiebel vor dem großen Erker auf, der aus der Nordostseite des Satteldaches heraustritt. Das im April 1928 eingeweihte Gebäude ist seit 1999 im Besitz der Stadt Delmenhorst, die hier den städtischen Finanzservice untergebracht hat.«
Oldenburgische Landschaft (Hg.): Baudenkmäler im Oldenburger Land. Wilhelmshaven 2017. S. 97